🍼 Mutterschutz in Deutschland – Alles, was werdende Mütter wissen müssen
- Simon Reukauf

- 28. Mai 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Juni 2025
Liebe Leserinnen und Leser,

Der Mutterschutz ist für viele werdende Mütter ein zentrales Thema. Doch was genau steckt dahinter, wer hat Anspruch darauf, und wie kannst du diese besondere Zeit optimal für dich nutzen? In diesem Beitrag findest du alle wichtigen Infos, nützliche Tipps und Tricks rund um deinen Mutterschutz – kompakt, verständlich und praxisnah.
✅ Was ist Mutterschutz?
Der Mutterschutz ist ein gesetzlich geregelter Zeitraum, in dem du als werdende Mutter vor und nach der Geburt deines Kindes besonders geschützt wirst – finanziell, gesundheitlich und arbeitsrechtlich.
🔸 Mutterschutzfrist:
• 6 Wochen vor der Geburt: Du darfst, musst aber nicht mehr arbeiten.
• 8 Wochen nach der Geburt: Beschäftigungsverbot (bei Früh- oder Mehrlingsgeburten: 12 Wochen).
🔸 Mutterschaftsgeld:
Wichtig: Zum Beginn der Mutterschutzfrist erhälst du von der Frauenärztin/Frauenarzt die Bescheinigung für die Krankenkasse.
Du erhältst das Geld dann von deiner Krankenkasse und/oder vom Arbeitgeber.
Voraussetzung: gesetzlich krankenversichert und in einem Arbeitsverhältnis.
Die Auszahlung erfolgt i.d.R. recht schnell. Ist aber abhängig von deiner Krankenkasse.
Besonderheit: Solltest du familienversichert sein, dann bekommst du das Mutterschaftsgeld von dem Bundesamt für Soziales und Sicherung. Die Beantragung funktioniert auch problemlos.
👩⚕️ Wer hat Anspruch auf Mutterschutz?
• Angestellte Frauen
• Azubis
• Studentinnen mit Nebenjob
• Minijobberinnen (je nach Situation)
• Selbstständige nur teilweise – hier ist oft eine private Vorsorge sinnvoll
📌 Tipp: Überprüfe rechtzeitig deinen Finanz- und Versicherungsstatus mit uns! Wir finden die passende Lösungen für dich als werdende Mütter – egal ob angestellt, in Elternzeit oder selbstständig.
💶 Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?
Dies ist abhängig von deinem Status.
✅ Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmerinnen
Du bekommst bis zu 13 Euro pro Kalendertag von deiner Krankenkasse.
Dein Arbeitgeber stockt diesen Betrag in der Regel auf dein Nettoarbeitsentgelt auf.
📌 Beispiel:
Wenn du netto 2.000 € im Monat verdienst, zahlt dir die Krankenkasse etwa 390 € (13 € × 30 Tage).
Der Arbeitgeber zahlt die Differenz (ca. 1.610 €) – du bekommst weiter dein volles Netto.
➡️ Insgesamt bekommst du während des Mutterschutzes dein durchschnittliches Netto der letzten 3 Monate vor Beginn des Mutterschutzes.
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✅ Privat versichert oder familienversichert ohne eigenes Einkommen
Du bekommst kein Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse.
Möglicherweise erhältst du eine einmalige Zahlung vom Bundesamt für Soziale Sicherung (max. 210 €) – wenn du z. B. geringfügig beschäftigt bist.
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✅ Selbstständige mit gesetzlicher Krankenversicherung (inkl. Krankengeld)
Du kannst Mutterschaftsgeld erhalten, wenn du den Tarif mit Krankengeldanspruch gewählt hast.
Höhe richtet sich dann nach deinem letzten Einkommen – genaue Berechnung durch die Krankenkasse.
💡 Praktische Tipps für deinen Mutterschutz
Frühzeitig informieren: Sprich mit deinem Arzt und deinem Arbeitgeber offen über deine Schwangerschaft. Der Arbeitgeber sollte spätestens nach der 12. Woche über die Schwangerschaft informiert werden.
Mutterschutzantrag stellen: Beantrage Mutterschaftsgeld frühzeitig bei deiner Krankenkasse.
Checkliste vorbereiten: Kleidung, Wickelplatz, Kinderwagen – jetzt ist die perfekte Zeit zur Vorbereitung.
Entspannung und Gesundheit: Nutze diese Zeit bewusst für dich – Yoga, Spazierengehen, Lesen. Vermeide unnötigen Stress und ruhe dich. Zudem solltest du viel Schlafen, denn wenn dein Kind da ist, wirst du weniger schlafen.
Finanzielle Planung: Mutterschutzgeld, Elterngeld & Kindergeld – plane deine Einnahmen in der ersten Zeit mit Baby.
Versicherung prüfen: Bist du über den Partner familienversichert? Oder brauchst du einen eigenen Tarif?
💬 Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich vorzeitig entbinde?
➡️ Die Mutterschutzfrist nach der Geburt verlängert sich automatisch um die Tage, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen wurden.
Muss ich in der Schwangerschaft Überstunden machen?
➡️ Nein. Schwangere dürfen keine Mehrarbeit leisten, auch keine Nacht- oder Sonntagsarbeit – gesetzlich geschützt!
Kann ich während des Mutterschutzes gekündigt werden?
➡️ Grundsätzlich nicht. Es besteht Kündigungsschutz von Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt.
🤱 Fazit: Mutterschutz ist mehr als nur ein arbeitsfreier Zeitraum
Nutze den Mutterschutz nicht nur zur Vorbereitung auf die Geburt – sondern auch zur Stärkung deiner Gesundheit, zur finanziellen Planung und um mit deinem Baby eine erste intensive Bindung aufzubauen.
👉 Weitere Informationen zu Versicherungen für Schwangere und junge Familien besprechen wir mit dir im Beratungsgespräch.

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