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💶 Riester behalten oder wechseln? Was mich mein eigener Vertrag gelehrt hat

Liebe Leserinnen und Leser,



zum 1. Januar 2027 gibt es eine neue staatlich geförderte Altersvorsorge: das Altersvorsorgedepot. Es löst die Riester-Rente im Neugeschäft ab – und stellt Millionen bestehende Riester-Sparer vor die Frage, ob sie ihren Vertrag behalten oder wechseln sollen.


Statt das theoretisch zu erklären, mache ich es an einem Beispiel fest, das ich besonders gut kenne: meinem eigenen.


💬 Mein eigener Fall: 38, vier Kinder, Riester seit Jahren


Ich bin 38 Jahre alt, möchte mit 67 in Rente gehen – das sind 29 Jahre Laufzeit – und habe vier Kinder. Bei der Kinderzulage gibt es ein Detail, das viele Familien nicht auf dem Schirm haben: Jedes Kind wird bei der Zulage nur *einem* Elternteil zugeordnet. Standardmäßig läuft die Kinderzulage über die Mutter. In meinem Fall heißt das: Ich bekomme die Zulage für zwei Kinder, meine Frau für die anderen zwei.


Für meinen Riester-Vertrag bedeutet das eine jährliche Zulage von 775 Euro – 175 Euro Grundzulage plus zweimal 300 Euro Kinderzulage. In meinen Vertrag fließen jedes Jahr 2.100 Euro: Davon zahle ich 1.325 Euro selbst, die restlichen 775 Euro kommen als staatliche Zulage dazu. Das ist bereits gut ausgereizt. Trotzdem habe ich meinen Vertrag einmal komplett gegen das neue Altersvorsorgedepot durchgerechnet. Das Ergebnis hat selbst mich überrascht.


📈 Warum das Depot in meinem Fall klar vorn liegt


Jetzt kommt der spannende Teil. Vergleicht man fair – also bei genau demselben Eigenbeitrag von 1.325 Euro, den ich aus eigener Tasche zahle – sieht die staatliche Förderung so aus:


  • Riester (mein Bestand): 775 Euro Zulage – 175 Euro Grundzulage plus 600 Euro für zwei Kinder.

  • Altersvorsorgedepot: rund 1.020 Euro Zulage – etwa 420 Euro Grundzulage plus 600 Euro für zwei Kinder.


Das ist der erste Aha-Moment: Bei identischem eigenem Einsatz bekomme ich im Depot mehr Geld vom Staat als bei Riester – weil die neue Grundzulage großzügiger ausfällt. Mehr Förderung bei gleichem Aufwand.


Dazu kommt der zweite Hebel, die Rendite. Bei 1.325 Euro Eigenbeitrag, 15.000 Euro bestehendem Guthaben und 29 Jahren Laufzeit kommt mein Riester-Vertrag rechnerisch auf etwa 80.000 Euro. Das Altersvorsorgedepot dagegen auf rund 208.000 Euro – das 2,6-fache. Eine Differenz von rund 128.000 Euro.


Der Grund ist kein Trick, sondern Mathematik: Klassische Riester-Verträge mit Garantie liegen historisch bei rund 2 Prozent Rendite, am breiten Aktienmarkt sind über lange Zeiträume durchschnittlich 6 bis 8 Prozent möglich. Über fast drei Jahrzehnte arbeitet der Zinseszins für die renditestärkere Variante.


👨‍👩‍👧‍👦 Rechnen Sie Ihren eigenen Fall durch


Mein Beispiel ist genau das – meins. Ihr Vertrag hat andere Kosten, eine andere Laufzeit, eine andere Kinderzahl und vielleicht einen wertvollen alten Garantiezins. Deshalb habe ich einen Rechner gebaut, mit dem Sie Ihre eigenen Zahlen einsetzen können.


Sie geben Ihr Alter, Ihren Beitrag, Ihr Guthaben und die Zahl Ihrer zugeordneten Kinder ein – und sehen sofort, wie sich beide Wege über Ihre Laufzeit entwickeln, inklusive einer Einschätzung, wie naheliegend ein Wechsel in Ihrem Fall ist.


💡Worauf Sie beim Ergebnis achten sollten


Der Rechner zeigt Ihnen eine Richtung, keine fertige Entscheidung. Ein paar Punkte, die in jede ehrliche Abwägung gehören:


Die 4-Prozent-Regel. Bei Riester gibt es die volle Zulage nur, wenn Sie den Mindesteigenbeitrag zahlen – 4 Prozent Ihres Vorjahres-Bruttoeinkommens abzüglich Zulagen. Wer weniger einzahlt, dem wird die Zulage anteilig gekürzt. Diese Hürde kennt das Depot nicht: Dort zählt jeder Euro voll, einkommensunabhängig.


😲 Kündigen ist der teuerste Weg. Wer kündigt statt zu wechseln, muss alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Beim Wechsel per Übertragung bleibt die bisherige Förderung dagegen erhalten. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.


📊 Kurze Restlaufzeit und hoher Garantiezins. Wer nur noch wenige Jahre bis zur Rente hat oder einen alten Vertrag mit hohem Garantiezins besitzt, sollte besonders genau prüfen. Hier kann Behalten die bessere Wahl sein.


💶 Der Steuervorteil. Der Rechner arbeitet bewusst nur mit den direkten Zulagen, nicht mit dem steuerlichen Sonderausgabenabzug. Gerade bei höheren Einkommen kann der Steuervorteil das Bild verändern – das gehört individuell geprüft.


🔍 Mein Angebot für Sie


Als Versicherungsvermittler mit mathematischem Hintergrund prüfe ich Ihren konkreten Vertrag – mit Blick auf Kosten, Garantiezins, Steuervorteil und Ihre Lebensplanung. Ich habe meinen eigenen Vertrag durchgerechnet; gern mache ich das auch mit Ihrem. Sie bekommen keine Verkaufsmasche, sondern eine durchgerechnete Entscheidungsgrundlage. Ob Wechsel oder Behalten am Ende besser passt, entscheiden Sie.


Vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin oder schreiben Sie mir direkt per WhatsApp. Gemeinsam finden wir heraus, was sich für Sie wirklich lohnt.



Hinweis:

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die genannten Beträge sind Modellrechnungen mit vereinfachten Annahmen; tatsächliche Ergebnisse weichen ab. Maßgeblich sind die Förderregeln nach dem Altersvorsorgereformgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2027. Eine individuelle Prüfung Ihrer persönlichen Situation ersetzt dieser Artikel nicht.




 
 
 

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